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2019

ECHO > Fahrten
Ein „ECHO“ auf Reisen (Reisebericht unserer Chorfahrt vom 31.08.-01.09.2019)

In vergnügter Ausflugsstimmung fahren wir (der Erwachsenenchor Lohmar - kurz ECHO) um 10 Uhr per Bus in die Jugendherberge nach Ahrweiler. Vor Ort angekommen versammeln wir uns zunächst im Probenraum, um den weiteren Ablauf des vor uns liegenden Wochenendes kurz zu besprechen. Da unsere Zimmer noch nicht bezugsfertig sind, beschließen wir spontan zu proben. Barbara, unsere Chorleiterin, hat uns ein großartiges neues Lied für das kommende Adventskonzert mitgebracht. Nach einem ausgiebigen Mittagessen werden sodann die Betten bezogen und im Anschluss noch ein paar unserer Lieder verfeinert.
Traditionell wird auf der Chorfahrt immer fleißig geprobt. Aber auch das Vergnügen kommt nicht zu kurz. Gegen fünf Uhr treffen sich deshalb alle vor der Herberge. Wir fahren gemeinsam mit dem Zug nach Mayschoss hinüber, wo wir das Kellergewölbe der ältesten Winzergenossenschaft der Welt besichtigen. Wir werden an unzähligen Fässern vorbeigeführt, halten kurz an der Schatzkammer, in der die besten Weine der vergangenen Jahre lagern, und finden nach dem kleinen Weinbaumuseum schließlich unser Ziel - das Weinprobenzimmer. Im Weinprobenzimmer wird es dann gemütlich. Hier dürfen wir die edlen Tropfen probieren. Es gibt Weißwein, Rosé und Rotwein verschiedenster Jahrgänge. Nach dem zweiten Gläschen wird auch ein warmes Buffet eröffnet, sodass wir dem Wein eine gute Grundlage schaffen können. Die Geister des Weines verwirren einem sonst ziemlich schnell die Sinne. Die Zeit verfliegt und so verabschieden wir uns schon wenig später von unserem Winzer, mit einem leicht beschwipsten Ständchen im Kellergewölbe.

Als wir das Haus verlassen, wundern wir uns, es ist trocken, aber es duftet herrlich frisch, nach unlängst gefallenem Regen. Da hatten wir aber Glück – oder auch nicht, denn auf dem Weg zum Bahnhof überrascht uns ein Wolkenbruch. Binnen weniger Sekunden schüttet es wie aus Eimern. Wir flüchteten in den nahe gelegenen Unterstand der Bahn. Selbst im kleinsten Wartehäuschen ist Platz für einen Chor! Wir rücken einfach etwas enger zusammen. Und was macht ein Chor aus dem Rheinland, der leicht angeheitert im Sommerregen aneinander gekuschelt in einem Unterstand auf den nächsten Zug wartet? Richtig, er singt kölsche Lieder. Herrlich unbeschwert singen wir auch in der Bahn noch weiter, bis wir kurz darauf wieder in Ahrweiler ankommen. Es regnet nicht mehr und so beschließen wir noch einen kleinen Abstecher in die Altstadt zu machen. Ein wenig durchnässt aber allerbester Laune laufen wir los. In der Altstadt angekommen teilen wir uns zunächst in kleinere Gruppen auf. Einige gehen hinüber zum Marktplatz, auf dem neben viel gutem Wein auch Livemusik geboten wird. Andere lassen sich direkt im nahe gelegenen Biergarten nieder. Aber nichts kann uns lange trennen und so finden wir bereits nach kurzer Zeit im Biergarten wieder zusammen. Es ist ein herrlich warmer Abend. Ein paar Tische von uns entfernt stimmt eine Gruppe Männer ein irisches Volkslied an. Wir singen fröhlich mit und antworten spontan mit einem Karnevalspotourri. Ein paar Minuten später gesellt sich der sympathische Männerchor aus den Niederlanden zu uns und wir lachen und feiern und singen abwechselnd Lieder aus unserem Repertoire, bis der Wirt spät in der Nacht die Sperrstunde verkündet. Adressen werden getauscht und wir treten gut gelaunt den Rückweg in die Herberge an. Wer weiß, vielleicht entwickelt sich aus diesem Abend ein gemeinsames Chorprojekt oder sogar eine Freundschaft – die ersten Bande sind geknüpft.

Wer feiern kann, der kann auch arbeiten. Trotz leichtem Brummschädel wird am Sonntag noch einmal konzentriert geprobt, bevor wir um vier Uhr wieder in den Bus nach Lohmar steigen. Auf der Rückfahrt ist es dann aber ganz still.

Ein herzliches Dankeschön an Barbara, unsere Chorleiterin, an Uschi Strickrodt, unsere Chorsprecherin und an Julia Wölken, die die gesamte Fahrt geplant und organisiert haben. Es war ein unvergessliches Wochenende, das uns wahnsinnig viel Spaß gemacht hat.
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